FORDERUNGSBEREINIGUNG

Aufgrund der Feststellungen der Konkursverwaltung aus der FORDERUNGSERWAHRUNG ergeben sich folgende Bereinigungsmöglichkeiten:

Grundlagen

  • SchKG 244 f.
  • Praxis, den Gläubiger durch Verhandlungen zu einem Voll- oder Teilrückzug zu bewegen

Bereinigung der Forderungseingaben

  • Kollokationsvorschlag der Konkursverwaltung
    • nach Bestand, Rang und Höhe
    • nach Kapital, Zinsen und Kosten
  • Verhandlungen
  • Einigung, wonach die Konkursverwaltung das Einigungsergebnis – unter Vorbehalt der Rechte der Gläubiger gemäss SchKG 250 und / oder SchKG 17 – kollozieren werde
  • Nichteinigung
    • Abweisungsverfügung [Kollokationsplan-Abweisungen]
    • Opportunitäts-Zulassung
      • Gründe
        • Keine oder nur geringfügige Konkursdividende zu erwarten [niedriger Interessenwert bzw. Streitwert]
        • Vermeidung eines aufwändigen Kollokationsprozesses
        • Möglichkeit der anderen Konkursgläubiger eine sog. Dritt-Kollokationsklage (gegen Zulassung der strittigen Forderung zu erheben

Forderungsrückzüge

  • Vollrückzug
    • Verzicht auf Geltendmachung der Forderung im konkreten Zwangsvollstreckungsverfahren
  • Teilrückzug
    • Reduktion des Forderungs-Quantitativs
    • Verzicht auf eine pfandversicherte oder privilegierte Kollokation zugunsten einer unversicherten Rangierung (3. Konkursklasse)

Kollokationsverfügung

bei Nichteinigung bzw. Nichtrückzug der Forderungseingabe

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